Die Natur-Apotheke der Thai–Medizin

 

Einzigartige Pflanzen mit verblüffenden Wirkungen

 

...................................................................................................................................................................................................................................

 

Informationen nur für Ärzte und Therapeuten

 

...................................................................................................................................................................................................................................

 

Über die Traditionelle Thailändische Medizin (TTM) ist hierzulande so gut wie gar nichts bekannt. Wer an asiatische Medizin denkt, dem fallen in erster Linie die Wohltaten der Traditionellen Chinesischen Medizin(TCM) oder des Indischen Ayurveda ein. Schmerzlindernde Nadeln oder Kräutermischungen aus China, Pancha-Kama – Reinigungskuren aus Indien. Selbst Tibetische Kügelchen haben längst Zugang in deutsche Arzt- und Heilpraktiker- Praxen gefunden.

Dabei ist der Schatz an Naturarzneien in Thailand überwältigend. Während unser Kontinent über gut 3.000 Heilpflanzen verfügt, gibt es in der reichen Vegetation des fernöstlichen Landes mehr als 15.000 Spezies. Deren Verwendung in der Medizin geht auf einen Erfahrungsschatz von fast 5.000 Jahren zurück. Dabei sind die erstaunlichsten Heilwirkungen überliefert, die die Pflanzen auch für die westliche Medizin interessant machen.

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: \\Server\careva\careva Fotos\Fotos Wolfgang

 

 

Doch sind die fremdländischen Heilkräuter tatsächlich auch für Europäer hilfreich?

 

Für Dr. Wolfgang Lehner, Arzt und Ethnomediziner aus Österreich, ist dies keine Frage. Dr. Lehner bereist seit fast 30 Jahren Thailand und den fernen Osten. Einen Großteil des Jahres lebt er dort. Und seit fünf Jahren gehört er zu einem Forschungsteam an der Universität Khon Kaen im Norden Thailands. Das Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, die thailändische Phytotherapie auf ein vom Westen akzeptiertes Niveau zu führen.

 

Dazu Dr. Lehner: ,,Ich habe eine Menge Interessantes über die TTM erfahren, mit vielen Heilern und Kräuterkundigen des Landes gesprochen und auch Studien begleitet. Auf diese Weise bekomme ich die Forschungsergebnisse aus erster Hand. Wobei auch die uralten Traditionen der thailändischen Volksheilkunde nicht vernachlässigt werden.“

 

Was für Dr. Lehner neu war, gehört für viele Thais zum Alltagswissen. Obwohl die westliche Medizin dem 60-Millionen-Volk nicht vorenthalten wird, hat die Traditionelle Thailändische Medizin einen festen Platz im Gesundheitssystem. Sie wird mit großem Erfolg praktiziert und auch an den Universitäten gelehrt. Dies ist unter anderem auch dem thailändischen Königshaus zu verdanken. Insbesondere dem 78-jährigen, vom Volk hoch verehrten König Bhumipol. Er ist seit 60 Jahren im Amt. Die heimische Kräutermedizin als wichtigste Medizin für seine Untertanen zu etablieren, ist ihm bis heute ein besonderes Anliegen.

Mitte der 90er Jahre wurde in Thailand das, „primary health care System“ eingeführt. Mit diesem Großprojekt wurde das Thailändische Volk dazu aufgerufen, sich wieder auf die traditionelle Medizin des Landes zu besinnen, wobei auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielten.

In einem „home garden Programm“ ermunterte man die Bevölkerung, in Hausgärten oder auf Balkonen Heilkräuter zu pflanzen, um sich eine eigene Hausapotheke einrichten zu können. Seitdem hat die einheimische  Naturheilkunde Quer durch die gesellschaftlichen Schichten an Akzeptanz gewonnen.

Dieses groß angelegte Gesundheitsprojekt war für die Traditionelle Thailändische Medizin eine wichtige Maßnahme, um sie vor der Verdrängung durch die westliche Pharmazie zu retten. Denn infolge des Vietnamkrieges, auf Grund dessen Thailand als Stützpunkt der amerikanischen Streitmächte genutzt wurde, hatte sich diese in den letzten Jahrzehnten zunehmend durchgesetzt. Mit amerikanischem Kapital wurden Hunderte von pharmazeutischen Betrieben in die grünen Wiesen gebaut. Die einheimischen Ärzte, die zum großen Teil in den USA studiert hatten, machten dann auch von der westlichen Medizin exzessiven Gebrauch. So kam es beispielsweise zu ausuferndem Antibiotikaeinsatz, welcher der Volksgesundheit mehr geschadet als genutzt hat.

Als Gegenreaktion kam es zur Rückbesinnung auf die Vorteile eine Jahrtausend alter Erfahrungsmedizin.

Da man inzwischen aber auch gelernt hat, westliche Standards anzuwenden, verfügt Thailand über hervorragende Fachleute mit solider pharmazeutischer Ausbildung.

So wurde die Wirkung der Heilpflanzen unter der Mitwirkung westlicher Experten einer genauen wissenschaftlichen Erforschung unterzogen.

 

...................................................................................................................................................................................................................................