Die Schwerpunkte der Thai-Medizin aus der Sicht des Experten

 

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Informationen nur für Ärzte und Therapeuten

 

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Dr. Wolfgang Lehner, Arzt und Ethnomediziner, engagiert sich bereits seit 30 Jahren in Thailand für die Heilpflanzen der Volksheilkunde. Er gilt als Pionier der TTM im deutschsprachigen Raum.

 

Herr Dr. Lehner, die Traditionelle Thailändische Medizin scheint ja auch für viele unserer Krankheitsprobleme ein passendes Kraut zu haben. Welche Wirkstoffe sind hier hervorzuheben?

 

Dr. Lehner: Als weltweit einzigartig erachte ich die phytohormonellen Substanzen, die sich in einigen der Heilpflanzen finden lassen. Sie sind besonders sorgfältig erforscht und eine echte Alternative zur Hormonersatztherapie. Die Frauenheilkunde ist daher einer der Schwerpunkte der TTM. Hier gibt es erstaunliche Patientenberichte, die die Wirksamkeit der pflanzlichen Hormone belegen. Dabei ist vor allem die Heilpflanze Pueraria mirfica zu nennen.

Beschreibung: Wirkungen der thailändischen Medizin

 

Hat die TTM auch bei Männerproblemen Hilfreiches zu bieten?

 

Dr. Lehner: Das männliche Gegenstück zur Pueraria mirifica ist die Butea superba. Durch den Genuss der Wurzel wird die Leistungsfähigkeit und Manneskraft gestärkt. Die regelmäßige Anwendung begünstigt auch den Zustand der Haut und der Haare und bewirkt ein jugendlicheres Aussehen. Es ist die Männerheilpflanze schlechthin.

 

Können Sie noch andere wichtige Einsatzgebiete nennen?

 

Dr. Lehner: Interessant sind für uns sicherlich Pflanzen, die Cholesterin- oder Harnsäurewerte senken können, oder die unterstützend gegen Arthritis, Rheuma, Bluthochdruck oder gar Krebs wirken. Es gibt Heilkräuter, die wirken wie Antibiotika, wie Cortison oder wie eine Chemotherapie. Einzigartig sind auch die flavonoidhaltigen, antioxidativ wirksamen Pflanzen, die im Bereich der Arterioskleroseforschung auf großes Interesse gestoßen sind.

 

Gibt es Ähnlichkeiten zur TCM oder zur indischen Ayurveda?

 

Dr. Lehner: Die Traditionelle Thailändische Medizin ist bei der Handhabung der Diagnose eine Mischung aus dem Ayurveda Indiens und der Traditionellen Chinesischen Medizin. Im Bereich der Therapie unterscheidet sich die Thailändische Medizin jedoch von den beiden Lehren ganz wesentlich. In der TTM werden im Gegensatz zu anderen asiatischen Lehren der Kräutermedizin hauptsächlich Monosubstanzen, also einzelne Pflanzen, und keine Mischung verwendet.

 

Wie wird denn eigentlich die Heiltradition in Thailand gepflegt?

 

Dr. Lehner: In Thailand sind es vor allem die Mönche, die diese Tradition pflegen. Die thailändischen Ärzte der Naturheilkunde lernten ihre Grundlagen früher in den Klöstern von den Mönchen. Noch heute begrüßt der König zuerst den Mönch, der respektvoll den Gruß erwidert. Jeder andere Bürger Thailands muss sich auf den Knien den Mitgliedern des Königshauses nähern.

 

 

Wie sehen sie die Zukunft der TTM in Europa? Gibt es besondere Pluspunkte?

 

Dr. Lehner: Die thailändische Medizin verwendet traditionell hauptsächlich Einzelpräparate, was ihren Heilerfolg besser überschaubar macht. Auf diese Weise ist leicht festzustellen, welche Substanz tatsächlich geholfen hat. Und diese Einfachheit der Medikation ist es, die auch die europäischen Ärzte beeindruckt. Auch für den Patienten bieten die Heilkräuter der TTM eine klare Zuordnungsmöglichkeit zu den jeweiligen Krankheitsbildern.

 

Eine ganz wichtige Frage: Wie sicher ist die Traditionelle Thailändische Medizin?

 

Dr. Lehner: Die Produktionsstätten der Phytoprodukte unterliegen sehr strengen Gesetzen und werden staatlich kontrolliert. Thailand hat, im Gegensatz zu China, ein modernes und nach westlichen Standards ausgerichtetes Wirtschafts- und Wissenschaftssystem. Auch die am heimischen Markt angebotenen Präparate sind also ausreichend erforscht. Sie werden regelmäßig kontrolliert und sind sicher in der Wirkung anzusehen. Produkte, die zum Export gelangen, unterliegen weiteren strengen Kontrollen durch die Behörden. Auch nach dem Import wird nochmals auf absolute Reinheit geprüft.

 

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